Lost Places der Sowjetunion - Polen und die DDR
Drei verlassene Orte erzählen vom Erbe der Sowjetarmee in Polen und in der DDR: ein verlassenes Offizierscasino, ein alter Flugplatz und ein Ort, der durch eine Mauer geteilt ist. Die Militärstandorte in Polen und in der DDR dienen der sowjetischen Einflussnahme und dem Machterhalt in den sogenannten Satellitenstaaten. Es sind die westlichsten Standorte der Sowjetsoldaten während des Kalten Krieges. Zahlreiche polnische Soldaten haben im Zweiten Weltkrieg aufseiten der Westalliierten gekämpft, und viele Polen hegen auch nach dem Krieg Sympathien gegenüber dem Westen. Hinzu kommt: Es besteht ein großes polnisches Nationalgefühl. Deshalb müssen sowjetische Soldaten zur Sicherung der kommunistischen Macht in Polen präsent sein. So auch in Borne Sulinowo, einer Garnisonsstadt, wo rund 25.000 sowjetische Soldaten stationiert sind. Dort leben sie abgeschottet von der polnischen Bevölkerung und haben eine eigene Infrastruktur. Der Flugplatz in Nohra gilt als Speerspitze unter den sowjetischen Militärstandorten auf dem Gebiet der DDR. Der Ort hat für die Sowjets eine strategisch günstige Lage - dort stehen die Sowjetsoldaten an vorderster Front zum Westen. Deshalb hätte die Sowjetarmee im Ernstfall von dort einen Angriff mithilfe von Kampfhubschraubern auf die Bundesrepublik Deutschland unternehmen können. In Rechlin an der Müritz verläuft eine Mauer mitten durch den Ort. Auf der einen Seite leben die DDR-Bürger und auf der anderen Seite über 4000 sowjetische Soldaten und Offiziere mit ihren Familien. Sie sind auf dem nahe gelegenen Militärflugplatz stationiert. In keinem anderen Land ist die Sowjetarmee nach dem Zweiten Weltkrieg so präsent wie in der DDR. Sie sind als Sieger und Besatzer gekommen und nach fast 50 Jahren wieder gegangen - doch wirkliche Freundschaften haben sich selten entwickelt. Vergessene Orte, verdrängte Geschichte.Start: 2026-08-07-053000
end: 2026-08-07-061500
Lost Places der Sowjetunion - Das Baltikum
Verlassene sowjetische Militäranlagen im Baltikum erzählen von Annexion und Kaltem Krieg. In Litauen wurden Festungen um die Stadt Kaunas zu Orten des Schreckens. In Estland sicherten eine geheime Mineninsel und eine U-Boot-Basis die sowjetische Seeherrschaft über die Ostsee. In Lettland diente eine geheime Stadt mit riesigen Satellitenschüsseln der Spionage und dem globalen Informationskrieg.Start: 2026-08-07-061500
end: 2026-08-07-070000
Lost Places der Sowjetunion - Ungarn, ČSSR und Bulgarien
Eine Reise zu drei Orten, die vom sowjetischen Imperium geprägt sind und an denen Aufstand und Unterdrückung nachwirken. In Ungarn zeugt die Geisterstadt einer Garnison vom Aufstand im Jahr 1956. In der Slowakei erinnert ein Bahnhof an das Scheitern des Prager Frühlings 1968. Und in Bulgarien verfällt das monumentale Busludscha-Denkmal, ein einstiges Symbol kommunistischer Machtfantasien.Start: 2026-08-07-070000
end: 2026-08-07-074500
Das Deutsche-Bahn-Desaster
Trotz 107 Milliarden Euro für die Sanierung der Deutschen Bahn wächst die Kritik am milliardenschweren Umbau. "frontal"-Recherchen zeigen strukturelle Defizite, fehlende Kontrolle und hohe Kosten. Ehemalige Bahnmanager und Gewerkschafter sprechen von einem "Fass ohne Boden". Gleichzeitig sollen selbst bei schlechter Pünktlichkeit hohe Vorstandsboni fließen.Start: 2026-08-07-074500
end: 2026-08-07-083000