NZZ Format
Das saftige Fruchtfleisch und die verführerischen Aromen der tropischen Früchte begeistern immer mehr Konsumenten. Wer in Ghana Ananas für den europäischen Markt produziert, muss sehr hohen Qualitätsstandards genügen. Im internationalen Handel werden Fairtrade- und Bio-Produkte immer wichtiger. Die Forschung beschäftigt sich neben Fragen zum Nährwert vermehrt mit den Geheimnissen der Aromastoffe. Auf den Seychellen wird ausschliesslich für den lokalen Markt produziert. Wie überall in den Tropen und Subtropen haben Früchte auch in der seychellischen Küche einen grossen Stellenwert. Ein köstliches Jackfruit-Curry mit einem Papaya-Chutney darf dabei nicht fehlen.Start: 2026-08-08-132500
end: 2026-08-08-140000
Genuss Weltweit
Schon seit Jahrtausenden ziehen Wanderimker durch China. Sie stellen ihre Bienenkörbe immer genau dort auf, wo die Pflanzen blühen, die einen besonders wohlschmeckenden oder medizinisch wirksamen Honig ergeben. Der größte Teil der chinesischen Wanderimker ist in Yunnan unterwegs, im bergigen Südwesten Chinas. Luft, Wasser und Böden sind hier deutlich sauberer, als im Rest des Riesenreiches. Der Honig aus Yunnan gilt seit jeher als der beste Chinas. Mit Sack und Pack und der ganzen Familie zieht der 33-jährige Xing Bangwang zusammen mit vielen anderen Wanderimkern am Ende des Sommers in die Region Dongchuan, dem „roten Land“. Dort blüht ab August der weiße Raps, ein ergiebiger Energielieferant. Er hat einen besonders zuckerreichen Nektar und garantiert damit einen hochwertigen Honig. Nur seit Jahren schon fällt das Saisonfinale ins Wasser, denn die sommerliche Regenzeit dauert viel zu lang und ist zu nass für die empfindlichen Honigbienen. Xing hofft, dass es dieses Jahr anders ist.Chen Chunfeng, 29, ist noch ein Neuling auf dem Imker-Gebiet. Weil er nicht länger in einer Maschinenfabrik arbeiten wollte, kündigte er seinen Job und sattelte um, „zurück zur Natur“. Darüber zerbrach jedoch seine Ehe, die kleine Tochter sieht er nur noch selten. Das will er ändern und nicht zuletzt seiner Frau beweisen, dass er auch als Imker erfolgreich sein kann. Denn dann, so hofft vor allem die Tochter, gibt es vielleicht eine zweite Chance für die Familie. Chen stellt seine Bienenvölker bevorzugt im Süden der Provinz auf, nahe des Roten Flusses, wo die Bauern kaum Pestizide einsetzen. Sein Bio-Honig ist jetzt schon begehrt. Um den noch besser zu vermarkten, will er sich als Marketingaktion einen spektakulären „Bienenbart“ wachsen lassen. Aber wird er den Mut aufbringen, sich vor laufenden Kameras von zigtausend Bienen bedecken zu lassen?Start: 2026-08-08-140000
end: 2026-08-08-145500
Kräutergarten: Kerbel
Kerbel - je jünger das Blatt, desto kräftiger der Geschmack. Mit der Blüte ist das Aroma verpufft. Zum Verfeinern von frischen Dips, Fleisch und Fisch eignet sich der Kerbelgeschmack hervorragend. Kerbel ist empfindlich und sollte erst kurz vor dem Servieren dazugegeben werden. Das Kraut fühlt sich im Garten und im Topf wohl und ist Bestandteil der „Frankfurter grünen Soße“. Kerbel wurde schon von den Römern bei Augenentzündungen eingesetzt. Er besitzt reichlich Vitamin A und C, Magnesium und Eisen. Ein Kerbeltee kann Kopfschmerzen lindern und den Stoffwechsel in Schwung bringen. Der Kerbelschnaps lindert Erkältungssymptome und wirkt appetitanregend. Der Kerbel benötigt einen halbschattigen Platz und einen regelmäßigen Rückschnitt. Blüht er einmal verlieren die Blätter ihren Geschmack. Traditionell wird bis heute an Gründonnerstag eine Kerbelsuppe gegessen.Start: 2026-08-08-145500
end: 2026-08-08-150000
NZZ Format
Es fliegt, es fliegt! Die Geflügelküche hält heute Exotischeres bereit als Poulet und Trute: So hat etwa die Sterne-Küche die als Bakterienschleudern verrufenen Tauben als exquisite Delikatessen für sich entdeckt. Klein aber oho, ist die Wachtel ein immer häufiger gesehener Gast auf unseren Tellern. Oder der äusserst wehrhafte Vogel Strauss, den wir uns trotz seiner 70 km/h Spitzengeschwindigkeit gerne in die Pfanne hauen. Wenn die Gans auf der Speisekarte steht, wissen wir, dass Weihnachten naht. Und nicht zuletzt hält auch das banale Haushuhn durchaus kulinarische Überraschungen bereit: Hühnerfüsse und Hahnenkamm als Belastungsprobe für den verwöhnten Gaumen. Von den Ratten der Lüfte zum schnellsten Steak der Welt. Ein NZZ Format über die genussreiche Welt des Geflügels.Start: 2026-08-08-145500
end: 2026-08-08-153000