Geliefert
Volker (Bjarne Mädel) ist Paketzusteller, alleinerziehender Vater seines 16-jährigen Sohnes Benny (Nick Julius Schuck) und nebenbei Fußballtrainer einer Jugendmannschaft. Er gehört eindeutig zu den gesellschaftlich Unterprivilegierten, lässt sich seine gute Laune jedoch nie verderben. Die langen Arbeitstage, die miserable Bezahlung und die Pubertät seines Sohnes bringen Volker zunehmend an persönliche Grenzen. Benny setzt andere Prioritäten, sein Schulabschluss ist gefährdet, Volker droht seinen Führerschein zu verlieren und das Geld reicht oft nicht für soziale Teilhabe, manchmal kaum für das Nötigste. Als Benny überlegt, zurück zu seiner alkoholkranken Mutter zu ziehen, gibt Volker etwas auf, auf das sich sein Umfeld, aber vor allem er selbst, bisher immer verlassen konnte - seine Integrität. Er nutzt eine sich bietende Gelegenheit, um über einen illegalen zweiten Job schnell an Geld zu kommen. Doch die vermeintliche Lösung seiner akuten Probleme zieht Volker nur noch tiefer in den Strudel - er steht vor den Scherben seiner Existenz. Mit Hilfe seiner guten Freundin Lena (Anne Schäfer) erkennt Volker, wie er wieder Halt im Leben finden kann. Er muss zurück auf seinen eigenen Weg, den er in den Turbulenzen der letzten Monate aus den Augen verloren hat ...Start: 2026-08-06-001500
end: 2026-08-06-014800
Tagesschau
Das Flaggschiff unter den deutschen Nachrichtensendungen ist gleichzeitig die "dienstälteste" noch bestehende Sendung im deutschen Fernsehen. In bis zu 20 am Tag produzierten Sendungen wird die Komplexität des Weltgeschehens verständlich erklärt und in komprimierter Form über aktuelle politische, wirtschaftliche, soziale, kulturelle, sportliche und sonstige Ereignisse berichtet.Start: 2026-08-06-014800
end: 2026-08-06-015000
Die Frau am Strand
Nach einem dramatischen Autounfall an der norwegischen Küste leidet die ehemalige Topmanagerin Brigitta Nielebeck an einer schweren Amnesie. Um ihr Gedächtnis wieder in Gang zu bringen, bitten die Ärzte ihre 16-jährige Tochter Marie um Hilfe. Doch die lebt seit zwei Jahren bei Pflegeeltern und zeigt zunächst keinerlei Interesse am Schicksal ihrer leiblichen Mutter - zu tief sitzt der Schmerz über vergangene Konflikte. Allein durch den Zuspruch ihrer Pflegemutter lässt sie sich schließlich darauf ein, Brigitta zu helfen. Tatsächlich scheint Maries Besuch den Heilungsprozess zu beschleunigen. Mit Brigittas Gedächtnis kommen aber auch Erinnerungen an tragische Ereignisse zurück, die Mutter und Tochter am liebsten für immer vergessen würden. Katja Flint und Michelle Barthel spielen die Hauptrollen in Matthias Tiefenbachers sensibel inszeniertem Mutter-Tochter-Drama. Auf einer einsamen Landstraße an der Küste Norwegens kommt ein Auto mit hoher Geschwindigkeit von der Straße ab und überschlägt sich. Wie durch ein Wunder überlebt die Fahrerin des Wagens das Unglück körperlich nahezu unversehrt: Brigitta Nielebeck (Katja Flint) trägt nur ein paar Schürfwunden davon. Doch die dramatischste Folge des Unfalls zeigt sich auf andere Weise: Die ehemalige Topmanagerin leidet fortan an einer schweren Amnesie und erinnert sich weder an ihren Namen noch an ihre Herkunft. Bei dem Versuch, ihr Gedächtnis zu reaktivieren, stoßen die Ärzte bald an ihre Grenzen. Schließlich bitten sie Brigittas 16-jährige Tochter Marie (Michelle Barthel) um Hilfe. Der Kontakt mit engen Verwandten führt bei der Behandlung der Krankheit häufig zum Durchbruch. Marie aber lebt seit zwei Jahren bei Pflegeeltern und stand ihrer leiblichen Mutter nie sehr nahe - im Gegenteil: Am liebsten würde die junge Frau ihr früheres, von Einsamkeit und schmerzhaften Verlusten geprägtes Leben komplett vergessen.Start: 2026-08-06-015000
end: 2026-08-06-032000
Trügerische Etiketten - Chinas Modemafia in Europa - Film von Dominik von Eisenhart-Rothe
In deutschen Fußgängerzonen, auf Wochenmärkten und Flohmärkten kommt man nicht daran vorbei: In unglaublichen Mengen wird Kleidung mit dem Label "Made in Italy" verkauft, aber zu Billigpreisen, die kaum zu erklären sind. Was steckt dahinter? Danilo Ceccarelli, "Senior Coordinator" der Europäischen Staatsanwaltschaft EPPO, sagt dazu: "In den letzten 20 Jahren hat sich ein verborgenes System chinesischer Organisationen in der europäischen Textilindustrie ausgebreitet. Niemand hat es gemerkt, auch wir nicht. Bis jetzt. Wir müssen nun massiv gegen ein riesiges EU-weites Netzwerk aus halblegalen, illegalen, teilweise mafiösen und staatli-chen chinesischen Strukturen bei uns vorgehen." Die "ARD Story" geht auf die Spur dieser Geschichte; die Suche führt zunächst in die alte toskanische Textilstadt Prato. Hier werden traditionell edle Stoffe für italienische Mode hergestellt; das Label ""Made in Italy" ist hier seit Generationen in erster Linie ein Qualitätsversprechen. Aber hier entstand auch das chinesische Fast-Fashion-System, das sich in ganz Europa ausgebreitet hat. In endlosen Fabrikhallen wird hier unter weitgehend unkontrollierten Arbeitsbedingungen Massenware für den europäischen Markt produziert. Mitten in der EU, mit dem attraktiven Label "Made in Italy". Dieses "System Prato" floriert und wächst. Längst haben die Summen, um die es geht, vor Ort zu einer spezifischen Form von Gewalt und Kriminalität geführt. Im sogenannten "Kleiderbügelkrieg", über den die italienischen Medien immer wieder berichten, kommt es regelmäßig zu Bedrohung, Einschüchterung und Schutzgelderpressung; auch einige Mordfälle der vergangenen Monate werden dem Milieu der Fast Fashion zugerechnet. Ermittler und investigative Journalisten gehen davon aus, dass die chinesische Mafia dabei eine entscheidende Rolle spielt.Start: 2026-08-06-032000
end: 2026-08-06-040500