Die Nordreportage
Im niedersächsischen Kölau hilft Geflügellandwirtin Christine Bremer ihrer Nachbarin Iris Freiberg. Die besitzt einige Wachteln. Bisher verkauft die Nachbarin ihre Wachteleier. Nun möchte Iris Freiberg zum ersten Mal auch ein paar Eier ihrer Wachteln ausbrüten lassen. Dafür möchte sie wissen, wie hoch überhaupt die Befruchtungsrate ist. Mithilfe einer sogenannten Schierlampe durchleuchtet Christine Bremer die Eier, während die Nachbarin versucht, ihre Aufregung in den Griff zu bekommen. Auf Hof Thudt im Vorharz soll der Vorplatz zum Weinkeller gepflastert werden. Steffen Thudt setzt dabei auf die Nachbarschaftshilfe eines gelernten Maurers und viele helfende Hände. Insgesamt müssen sie rund 10.000 Steine auf ungefähr 200 Quadratmeter verlegen. Für das spezielle Muster, welches sie sich vorgenommen haben, brauchen sie auch halbe Steine. Diese müssen extra zugeschnitten werden. Alles läuft gut, aber dann macht der Radlader, der die schweren Paletten mit den Steinen transportieren soll, schlapp. In Hamburg-Altengamme kümmert sich Jens Wöbb um seine Maiglöckchen. Er möchte möglichst früh damit auf den Markt, um einen besseren Preis erzielen zu können. Spätestens zum Muttertag möchte er blühende Maiglöckchen ernten. Damit sie ein bisschen schneller wachsen, will er sie mit einem Vlies abdecken. Aber das Vlies ist 500 Quadratmeter groß und nicht so leicht zu händeln. Außerdem macht ihm die Trockenheit auf seinem Blumenfeld zu schaffen. Deshalb bereitet der Gärtner die Bewässerung seiner Felder vor. Auf dem Hof in Sophienhof in Mecklenburg-Vorpommern beginnt der Endspurt für das Pflanzen der Biokartoffeln. Nach Miststreuen und Pflügen soll nun gekalkt werden. Karsten Dudziak hilft seinem Traktoristen, den Streuwagen entsprechend umzubauen und einzustellen. Doch erst die Praxis wird zeigen, ob der Streuwagen richtig eingestellt ist. Verteilt er genug Kalk und auch gleichmäßig? Nach der Anfangsrunde ist Karsten Dudziak noch nicht zufrieden. Sie müssen nachjustieren.Start: 2026-08-04-024000
end: 2026-08-04-031000
DAS! Rote Sofa
In einer Welt voller Perfektionsdrang und Selbstoptimierungswahn mahnt die Autorin Paula Lambert, mal einen Gang zurückzuschalten. Bekannt wurde sie als Beziehungsratgeberin und Kolumnistin für zwischenmenschliche Themen. Im Fernsehen moderierte Lambert etwas gewagtere Formate wie „Paula kommt“ und „No Body is perfect“. Die Frage, wie man schonender mit sich selbst umgehen kann, beschäftigt sie seit geraumer Zeit. Ab September tourt Lambert mit dem Bühnenprogramm „Finde dich gut, sonst findet dich keiner“ auch durch den Norden. Sie selbst nennt ihre Show einen Frontalangriff auf Selbstzweifel sowie Schönrednerei und möchte damit den Weg zum inneren Frieden weisen. Beim Zwischenstopp auf dem Roten Sofa wird Paula Lambert mehr davon erzählen.Start: 2026-08-04-031000
end: 2026-08-04-035500
Elefant, Tiger & Co.
Im Terrarium herrscht ein extrem geschäftiges Treiben. Denn nach reichlich vier Jahren Umbauphase soll es wiedereröffnet werden. Aber noch sieht es gar nicht danach aus. Stromkabel ragen lose aus den Wänden, Heizkörper liegen gestapelt neben riesigen Pflanzen, von Plastikfolien umhüllt. Sämtliche Wasserbecken sind trocken. Es sind kräftezehrende Tage, jede Stunde zählt. Für Elektriker, Maler, Gärtner, Heizungstechniker und Landschaftsgestalter - und auch für Pfleger und Kuratoren. Florian Brandt schippt Sand, nicht ins Gehege, sondern wieder raus. Zu fein, sagt er. Der gibt zu wenig Halt für die kleinen Afrikanischen Schildkröten, die hier bald einziehen sollen. Draußen steht ein Sack mit gröberem Substrat. Nebenan deckt Martina Hacker einen Teil der Madagaskaranlage mit Planen ab. Auch hier fehlen noch Bodengrund und Decke. Ein Aquarium neben der Alligatorenanlage steht leer, an den Vitrinen für Warane und Schlangen gibt es keine Schlösser. Und Heiko Schäfer ist auf der Suche nach geeigneten Pflanzen, in denen sich Pfeilgift- und Färberfrösche später gut verstecken sollen. Das Haus aus dem Jahr 1913, ein historisches Kleinod, wurde schon mehrfach saniert. Diesmal äußerst gründlich. Bis auf zwei Innenanlagen und eine Außenmauer wurde alles abgerissen und von Grund auf modernisiert. Heizschläuche im Fußboden verlegt, die Dachkonstruktion wärmegedämmt, Nebelanlagen verbaut. Die künftigen Bewohner lieben es schön warm und feucht. Noch sind die Tiere in rückwärtigen Anlagen untergebracht, aber Christian Patzer und Robin Neumann werden langsam unruhig, weil die Zeit so rennt. So ein Umzug erledigt sich nicht von selbst. Die seltenen Jamaika-Leguane, die frischgeschlüpften Komodowarane, die Krustenechsen und die giftige Blauen Bambusotter, Strahlenschildkröten, auch die Alligatoren - wer diese Tiere händeln will, braucht einen klaren Kopf und ein ruhiges Händchen. Doch die Uhr tickt, unerbittlich. Und mit jedem Tag, der vergeht, rückt der Eröffnungstermin wieder ein Stück näher ...Start: 2026-08-04-035500
end: 2026-08-04-042000
Wie geht das?
An rund 350 Tagen im Jahr ist die Gemeinde Wacken mit etwa 1.800 Einwohnern ein überschaubares Fleckchen Erde umgeben von Feldern und Wiesen. An 15 Tagen im Jahr wird seit 28 Jahren das Wacken Open Air, das größte Heavy-Metal-Festival der Welt, aufgebaut. „Wie geht das?“ zeigt: Die Organisation des Festivals folgt einem ausgeklügelten Infrastruktur-, Logistik- und Sicherheitsplan. Bühnenbau, Lichttechnik, Sicherheit, Catering, Notambulanz, Absperrungen, Energie- und Lebensmittelversorung, nichts wird dem Zufall überlassen. Ein perfekt abgestimmtes Räderwerk, das Jahr für Jahr den reibungslosen Ablauf garantiert. Es ist das erste Augustwochenende 2018. Sie kommen wie jedes Jahr: Fast 100.000 Heavy-Metal-Fans aus der ganzen Welt pilgern in das kleine Dorf Wacken in Schleswig-Holstein. Drei Tage lang spielen 150 Bands auf den acht Bühnen. Während das technische Equipment in den Anfängen des Festivals noch auf einen Lastwagen passte, ist das Wacken Open Air nun zu einer technisch gigantischen Großveranstaltung mit vielen logistischen Herausforderungen geworden. 2,2 Millionen Quadratmeter ist das Festivalgelände groß, das sind mehr als 380 Fußballfelder. Der Aufbau des Wacken Open Air erfordert einen immensen Materialaufwand: Neben den 1.000 Tonnen an Bühnenteilen, werden zehn Sattelzüge mit Tontechnik und zwölf mit Videotechnik aufgestellt. Der Aufbau dauert sieben Tage. 44 Tonnen Bühnenmaterial braucht es allein für die Hauptbühne. 450 Duschen und 420 Waschplätze werden eingerichtet. 200 Sanitäter, drei Notärzte und 200 Feuerwehrleute sind vor Ort. Insgesamt sind einige Hundert Polizeikräfte beim „WOA“ im Einsatz, die gemeinsam mit der Securitytruppe des „WOA“ jedes Jahr ein neues Sicherheitskonzept ausarbeiten. Gewaltig ist auch die Lichttechnik: Auf dem Gelände sind fünf LED-Trucks positioniert, mit 16 bis 50 Quadratmeter großen Screens. Die Lichtcrew reist mit 80 Mitarbeitern an. Das Team installiert sechs modulare LED-Wände, die eine riesige Gesamtfläche von rund 250 Quadratmetern umfassen. Seit 2017 gibt es auf dem Festival sogar eine Bier-Pipeline. Mit der neuen Fernleitung sollen Besucher künftig noch schneller bedient werden können. Für die Pipeline wurden sieben Kilometer Leerrohre mit Durchmessern von bis zu 35 Zentimeter auf dem „Holy Wacken Land“ verlegt.Start: 2026-08-04-042000
end: 2026-08-04-045000