Drogen-Land - Provinz im Rausch
Medikamente wie Tilidin, Codein oder Xanax werden unter jungen Menschen immer mehr zur Szenedroge. Der Soundtrack dazu kommt von Rappern wie Capital Bra ("Gib mir Tilidin, ja, ich könnte was gebrauchen") oder T-Low mit seinen "Benzo Diaries". Für Brian aus Pirmasens ist ein Leben ohne starke Medikamente nicht mehr möglich. Nach Jahren in der Abhängigkeit will er endlich den Entzug schaffen.Start: 2026-09-18-093000
end: 2026-09-18-101500
Drogen-Land - Provinz im Rausch
Drogen vom Kiosk: ein bisschen Gas in den Ballon, ein kurzer Rausch, vollkommen legal. Mit fatalen Folgen. Junge Erwachsene geraten in die Sucht, schwere Nervenschäden sind die Folgen. Erste Zahlen zeigen: Der Trend steigt. Paul (19) konsumiert regelmäßig Lachgas. Wenn andere morgens Kaffee trinken, braucht er einen Ballon. Alan hat den Absprung geschafft, doch das Gefühl in seinen Füßen ist noch immer nicht zurück. Die fünfte Folge der ZDFinfo-Reihe "Drogen-Land - Provinz im Rausch" taucht in die Konsumszene des Ruhrgebiets ein, wo der Lachgas-Trend aus den Niederlanden zuerst Fuß fasste. Hier zeigt sich, wie aus Partyspaß bittere Realität wird: Paul und Jake, zwei junge Männer aus Unna, die heute in Dortmund leben, nehmen beide bis heute regelmäßig Lachgas und erzählen von ihrem Weg zum Konsum und dem großen Abhängigkeitspotenzial. Alan aus Dortmund spürt bis heute seine Füße nicht mehr, nachdem er mit Freunden regelmäßig mehrere Kanister Lachgas in einer Nacht inhalierte. Auch in der Popkultur hat die Droge Spuren hinterlassen. Rapper wie Mufasa069 warnen vor den verhängnisvollen Konsequenzen. Der Offenbacher veröffentlichte noch vor wenigen Jahren Songs, in denen Lachgas gefeiert wurde. Heute sieht er es als seine Aufgabe, Jugendliche vor den Gefahren zu warnen. Gemeinsam mit Weggefährten spricht er offen über die Schäden im eigenen Umfeld. Doch nicht nur die Betroffenen und Künstler stehen im Fokus. Ärztinnen und Ärzte wie vom Klinikum Dortmund berichten aus ihrem Klinikalltag, in dem sie mit den Folgen des Lachgaskonsums konfrontiert sind: von Erfrierungen über psychische Abhängigkeiten bis zu dauerhaften Lähmungen. Ihre Einschätzung: Die Risiken sind massiv unterschätzt, auch gibt es bis heute kaum belastbare Zahlen zum Konsum und den Folgen. Parallel blickt die Doku hinter die Kulissen einer gigantischen Industrie. Unternehmen wie "Exotic Whip" oder "FastGas" werben mit EU-Qualität - doch wo genau kommt das Gas her?Start: 2026-09-18-101500
end: 2026-09-18-110000
Drogen, Dreck und dunkle Ecken - Sind unsere Städte sicher?
Die Kriminalität im Land steigt, sagt die Statistik - das Sicherheitsgefühl vieler Bürger nimmt ab. Die Reportage zeigt sogenannte Angsträume, in denen sich viele Menschen unwohl fühlen. Frankfurt und Berlin gelten als besonders unsicher. Beide Städte erreichten im Jahr 2023 über 14.000 Straftaten pro 100.000 Einwohner - die Zahl ist damit wieder auf Vor-Corona-Niveau. Die Zunahme im Bereich der Gewaltkriminalität macht besonders Sorgen. Das Frankfurter Bahnhofsviertel schaffte es unlängst sogar in die internationalen Schlagzeilen: Als "Zombie-Land" betitelte eine englische Zeitung die Gegend. Jeder, der vom Bahnhof in die Innenstadt will, muss unweigerlich durch Gruppen von Drogensüchtigen hindurch. Einheimische sind mittlerweile ziemlich abgebrüht. Aber Touristen schockiert der Anblick von Elend und Verwahrlosung. "Vielleicht klauen sie uns die Geldbörse oder die Handys", befürchtet ein australisches Ehepaar. Zurückkommen wollen sie auf keinen Fall. Zu viel Drogen, zu viel Dreck, zu viele dunkle Ecken. Auch der Berliner Leopoldplatz gilt vielen als Angstraum. Vor einigen Jahren kam zum Heroin die Droge Crack auf den Platz. Dealer und ihre Kunden versammeln sich ungeniert. Die Polizei hält scheinbar andächtigen Abstand. Manche Drogenabhängige schlagen sich untereinander. Andere brechen in Geschäfte ein, stehlen und erpressen. Sven D. hat einen Trödelladen am Berliner Leopoldplatz, beinahe täglich wird er beklaut, berichtet er. Er gründete die Bürgerinitiative "Wir am Leo". Die Mitglieder sammeln Heroinspritzen und Drogenbesteck von der Wiese auf, damit sich Kinder vom nahen Spielplatz nicht verletzen. Die Bürgerinitiative fordert mehr Polizeipräsenz, damit der Platz nicht noch weiter verkommt. Weniger Drogen, weniger Dreck. Aber nicht nur in Großstädten steigt die Aggressivität. Die Kleinstadt Heide in Schleswig-Holstein kämpft mit Jugendkriminalität. Anfang 2024 wurde ein junges Paar am Bahnhof überfallen.Start: 2026-09-18-110000
end: 2026-09-18-113000
Panama - Dürre, Flucht und kriminelle Clans
Das kleine mittelamerikanische Land ist ein wichtiges Transitland - für den globalen Handel, aber auch für Migranten. Gleichzeitig leidet Panama massiv unter den Folgen des Klimawandels. Wegen langer Trockenheit stauen sich 2023 am Panamakanal die Containerriesen. Die Lage normalisiert sich nur langsam. Den Guna-Indigenen vor der Küste hingegen steht das Wasser buchstäblich bis zum Hals. Der steigende Meeresspiegel bedroht ihre Existenz. Während die Wassermassen die Inselheimat der Guna allmählich verschlucken, leidet die Festlandbevölkerung Panamas unter chronischem Wassermangel. Lang anhaltende Dürreperioden und der exzessive Süßwasserverbrauch für das Schleusensystem des Panamakanals - rund 100 Millionen Liter pro durchfahrendem Schiff - gefährden die Wasserversorgung in weiten Teilen des Landes. Die Folge: aufgebrachte Bürger, Demonstrationen und erbitterte Verteilungskämpfe um das wertvolle Nass. Gleichzeitig ist das kleine Land im Zentrum des amerikanischen Doppelkontinents Schauplatz einer schweren humanitären Katastrophe. Jedes Jahr durchqueren Hunderttausende Flüchtlinge das Land auf dem Weg von Südamerika in die USA. Davon profitieren vor allem kriminelle kolumbianische Clans, die die Reise "organisieren" und daraus ein millionenschweres Geschäftsmodell gemacht haben. Doch vor allem der rund zehntägige Fußmarsch durch den berüchtigten Darién Gap, ein Regenwald an der Grenze zu Kolumbien, wird für viele Migrantinnen und Migranten zur tödlichen Falle. Auf dem Weg durch den Dschungel lauern Schlangen und Raubtiere. Hunger, Durst und Hitze setzen den Flüchtenden zu. Heftige Regenfälle verwandeln die Urwaldbäche von einem Moment zum nächsten in reißende Flüsse. Zudem verüben Gangs immer wieder Raubüberfälle und sind für sexuelle Übergriffe verantwortlich. Der Traum von einem besseren Leben: Für viele Flüchtende wird er zum Albtraum.Start: 2026-09-18-113000
end: 2026-09-18-121500