XY gelöst
Eine 21-Jährige lebt in einer kleinen Gemeinde. Wie so oft geht sie abends noch spazieren. Kurz darauf ist sie tot: auf brutale Weise ermordet. Ein sexuelles Motiv ist wahrscheinlich. Wem ist die junge Frau nachts noch begegnet? Und warum hat die Leiche keine Abwehrspuren? Ein junger Mordermittler übernimmt. Zeugen werden befragt, Spuren gesichert. Zunächst ohne Erfolg. 22 Jahre später bringt ein unverhoffter Anruf die Kripo endlich weiter. Sven Voss spricht mit dem Leiter einer psychotherapeutischen Einrichtung, wie ein zurückliegendes Trauma das Verhalten von Opfern beeinflussen kann. Die damals zuständigen Polizeibeamten und der Staatsanwalt sprechen über die Vorgehensweise und Rückschläge bei den Ermittlungen und warum nur eine außergewöhnliche Maßnahme am Ende das Gericht von der Schuld des Verdächtigen überzeugte.Start: 2026-09-18-223000
end: 2026-09-18-231500
Wilde Zeiten. Das letzte Jahr der DDR
Als 1989 die Mauer fällt, ist nichts mehr so wie vorher. Das Jahr bis zur Wiedervereinigung ist wild, verrückt und chaotisch. Keiner weiß, was die Zukunft bringt, alles scheint möglich. Nach 40 Jahren sozialistischer Diktatur bricht plötzlich die staatliche Kontrolle weg. Viele DDR-Bürger fühlen sich befreit, viele aber auch verunsichert und alleingelassen. Im ganzen Land herrscht eine Stimmung zwischen Aufbruch und Anarchie. Die Erstürmung der Stasi-Zentrale in Ostberlin geht um die Welt. Aber die Bürger der DDR räumen auch anderswo auf. Parteichefs, Bürgermeister und Schuldirektoren werden aus ihren Ämtern gefegt. Die Volkspolizei ist höchstens noch geduldet, längst nicht mehr respektiert. In Ostberlin tanzen Tausende in verlassenen Kellern am Todesstreifen, ehemaligen Bunkern und Industrieruinen. Techno wird das große Freiheitserlebnis, vereint Ossis und Wessis in Trance. Auch Wohnungsbesetzungen sind ein Phänomen dieser Zeit. Allein in Berlin entstehen im Sommer 1990 über 100 solcher „Hausprojekte“. Freiheit endlich auch beim Thema Sex: Überall in der noch-DDR schießen Sexshops aus dem Boden. Mit Dildos, Pornofilmen und Dessous erzielen die neuen Erotikläden Rekordverkäufe. Der Kaufrausch nach bunten Waren aus dem Westen macht auch vor Gebrauchtwagen nicht halt. Schrottautos aus dem Westen werden zu völlig überhöhten Preisen im Osten verhökert. „Wenn sie rosten, ab in den Osten!“, heißt es unter Autohändlern. Zeitzeugen aus Ost und West, darunter die Schauspielerin Christiane Paul und Jimmy Hartwig, damals erster Fußballtrainer aus dem Westen in der DDR, berichten über die „Wilden Zeiten“ im Jahr nach dem Mauerfall.Start: 2026-09-18-231500
end: 2026-09-19-000000
Weltstädte
Jahrtausendealte Schönheit. In der „Terra X“-Sendung „Weltstädte - Rom“ taucht Moderator und Psychologe Leon Windscheid in die geheimnisvolle Geschichte der Ewigen Stadt ein. Die Diva unter den Weltstädten: Elegant, auch wenn die Fassade bröckelt, voller Geheimnisse und verliebt in sich selbst. „Terra X“-Moderator und Psychologe Leon Windscheid ergründet die faszinierende Seele der Weltstadt Rom. Roma - schon der Name ist ein Versprechen. Dolce Vita vor jahrtausendealter Kulisse. In kaum einer anderen Stadt gehen die Bewohner so selbstverständlich und zugleich so stolz mit ihren antiken Baudenkmälern um wie in Rom. Die „Ewige Stadt“, „Alle Wege führen nach Rom“, „Ubi Papa, ibi Roma“ - diese Zuschreibungen spiegeln das Selbstverständnis Roms als Weltstadt wider. Der unbedingte Wille zur Weltherrschaft und universellen Geltung war über Jahrhunderte in die DNA der Stadt eingeschrieben. Mit knapp drei Millionen Einwohnern ist Rom heute die drittgrößte Stadt der Europäischen Union. Rom, das Herz des katholischen Christentums, ist zudem die einzige Stadt der Welt, auf deren Gebiet sich ein anderer Staat befindet - die Enklave des Vatikanstaats. Aus diesem Grund wird sie oft als Hauptstadt zweier Staaten bezeichnet. Doch trägt sie den Namen Weltstadt heute noch zu Recht? Oder bröckelt ihr Status genauso wie die zahlreichen historischen Denkmäler in der Stadt? Bis heute ist Rom weltweit die Stadt mit der größten Konzentration historischer und architektonischer Bauwerke. Noch immer sind viele Schätze der Stadt nicht entdeckt. „Terra X“-Moderator und Psychologe Leon Windscheid trifft vor Ort Archäologen, Restauratorinnen, Bauingenieure und Romliebhaberinnen, die mit ihm die Tiefen und Geheimnisse der Stadt erkunden. Und er erlebt die überbordende, sinnliche Lebensfreude der Römerinnen und Römer hautnah. Sie verraten und zeigen ihm auch, was das Leben in Rom so einzigartig und lebenswert macht. Leon Windscheid erkundet vor Ort, wie Rom sein großes, schillerndes Erbe verteidigt und wie sich die Stadt und ihre Bewohnerinnen und Bewohner auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten.Start: 2026-09-19-000000
end: 2026-09-19-004500
Zeitreise Heimat
Hugenotten aus Frankreich, der Siegeszug des Döners oder Modehochburg in den Zwanzigerjahren: Mirko Drotschmann nimmt mit auf eine faszinierende Zeitreise durch die Geschichte Berlins. Sie beginnt im Nikolaiviertel, der Wiege Berlins, und führt über Kreuzberg, wo im 18. Jahrhundert die Maulbeerbäume der Seidenspinner wuchsen, zum Berliner Schloss. Dem Ort, an dem sich die Geschichte Berlins verdichtet. Jeder Winkel von Berlin erzählt eine andere „Heimat“-Geschichte: seien es 800 Jahre Stadtgeschichte, die unter der größten städtischen Ausgrabung Deutschlands unter dem Molkenmarkt liegt. Der positive Einfluss von Einwanderern, die in Berlin eine neue Heimat finden und neue Berufe wie Patissiers oder Handschuhmacher mitbringen. Oder die Geschichte von Liberalisierung und Emanzipation, als die Modehäuser den Berliner Chic erfinden. Er avanciert bald zur Weltmode - nicht zuletzt wegen Marlene Dietrich. Die Geschichte Berlins kann nicht ohne die Verfolgung und Vertreibung eben dieser jüdischen Avantgarde erzählt werden. Hitler wollte Berlin zu einem nationalsozialistischen „Germania“ umwandeln. Die Folgen seiner Herrschaft waren Krieg und letztlich die Teilung der Stadt. Wie Ostberliner versuchten, in den Westen zu fliehen, erzählt Dietmar Arnold vom Verein „Berliner Unterwelten“. In „Zeitreise Heimat - Berlin“ wird auch das facettenreiche, kulinarische Berlin beleuchtet. Etwa, wenn es um die Geschichte des Döners geht, der schon fast zu einem Symbol der Stadt geworden ist. Der Film führt zurück in die 1970er-Jahre, als der Döner Kebab - angeblich! - in Berlin erfunden wurde. Eine Geschichte, die mit türkischen Gastarbeitern beginnt, die ihre traditionelle Küche an die deutschen Geschmäcker anpassten und dabei eine Fast-Food-Sensation schufen. Mirko Drotschmann trifft Berlinerinnen und Berliner, erkundet mit ihnen ihre Stadt. Die Zeitreise erfolgt mithilfe von digitalen Überblendungen, die visuell ein Fenster in die Vergangenheit öffnen, indem sie Szenen und Orte von heute in Momentaufnahmen von damals verwandeln. In ausgewählten Szenen wird der Moderator in das historische Bewegtbildmaterial oder die Fotografien von damals versetzt und taucht so hautnah in diese Welt von früher ein.Start: 2026-09-19-004500
end: 2026-09-19-013000