In aller Freundschaft
Der hochbegabte Leon Breitner wird von seinem Vater Henning mit Fieber und Bauchschmerzen in die Sachsenklinik gebracht. Henning beauftragt seine Tochter Juliane, sich um ihren Bruder zu kümmern. Sie tut das nur widerwillig, da sie sich seit dem Tod der Mutter vom überklugen Bruder in den Schatten gestellt fühlt. Leon erholt sich wieder, aber die Ärzte finden die Ursache für seine Erkrankung zunächst nicht heraus. Da der Junge kurz vor einer Aufnahmeprüfung für ein Hochbegabten-Gymnasium steht, nimmt Henning ihn gegen den Willen Dr. Eichhorns wieder mit nach Hause. Doch am Tag der Prüfung, ausgerechnet auch Julianes Geburtstag, bricht Leon zusammen und muss wieder in die Klinik. Juliane erzählt erst jetzt von einer Reise nach Passau zu den Großeltern. Die Gegend zählt zum Risikogebiet für FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis, eine Hirnhauterkrankung). Damit wird klar, dass Leon durch einen Zeckenbiss mit FSME infiziert worden ist. Leon fällt ins Koma, und nun bricht der Konflikt zwischen Juliane und ihrem Vater offen aus: Juliane möchte zu den Großeltern ziehen. Henning versucht, seine Tochter zurückzuhalten, aber erfolglos. Doch dann erscheint Juliane am Bett ihres Bruders. Sie hat erkannt, dass sie ihn nicht verlieren möchte.Start: 2026-08-04-102000
end: 2026-08-04-111000
In aller Freundschaft - Die jungen Ärzte
Bäckermeister Oliver Hermann hat seine Hand an der Teigknetmaschine schwer verletzt und wird ins Johannes-Thal-Klinikum eingeliefert. Olivers Frau Estefania Piza Cevallos kommt rechtzeitig, um zu erfahren, dass Oliver zudem an einer seltenen, aggressiven Blutkrankheit leidet. Ein großer Schock, denn das Paar hatte vor, demnächst in Estefanias Heimat Chile auszuwandern. Als sie sich ineinander verliebten, versprachen sie sich, die Hälfte ihres Lebens in Deutschland zu verbringen und die andere Hälfte in Chile. Dr. Marc Lindner sieht dieses Vorhaben in weite Ferne rücken. Dabei fällt Rebecca Krieger und ihm auf, dass die gefährdeten Auswanderungspläne eine Last von Oliver zu nehmen scheinen. Mikko Rantala wurde aufgrund eines Bahnstreiks vom sympathischen Johannes Förster nach Erfurt mitgenommen. Im klapprigen Oldtimer erreichen sie gerade so das JTK. Dort hat sich der Assistenzarzt vorgenommen, Johannes, der sich seit über zwei Jahren über anhaltenden Schnupfen beschwert, durchzuchecken. Damit muss er seine Vorgesetzte Julia Berger übergehen, deren Diagnose ganz deutlich Männerschnupfen lautet. Ist Mikko völlig auf dem falschen Trichter oder könnte es doch einen anderen Grund für Johannes‘ Beschwerden geben? Dr. Elias Bähr hat alle Hände voll zu tun. Die Assistenzärzte brauchen neue Methoden für ihre Weiterentwicklung und dann taucht plötzlich Ameena Bähr auf, die Elias seit Jahren nicht mehr gesehen hat.Start: 2026-08-04-111000
end: 2026-08-04-120000
die nordstory
Bergedorf - da schwingt alle Sehnsucht des flachen Nordens nach Höhenflügen, Gipfeln und Hängen mit: doch von Bergen keine Spur, 43 Meter Höhenlage bietet der Doktorberg und ist eher Anhöhe als alpine Erhebung. Dorf trifft nach Auffassung der Bergedorfer*innen schon gar nicht zu. Wer hier sagt: „Ich gehe in die Stadt“, begibt sich ins Zentrum von Bergedorf und nicht ins Hamburger Zentrum - deren südöstlicher Bezirk Bergedorf ist. Auch die Vier- und Marschlande mit Gemüse- und Blumenanbau prägen seit jeher Bergedorf. Mit der Sternwarte ist Bergedorf prominent auf der Weltkarte der Forschung vertreten - zum Unesco Kulturerbe soll das Gelände von 1906 werden, das mit seinen Kugelbauten für Teleskope wie die Kulisse zu einem frühen Science-Fiction-Film wirkt. Dass Bergedorf im republikanischen Hamburg ein veritables Schloss aufweist, ist bemerkenswert und oft genug Besuchsgrund. Jetzt soll das Backsteingemäuer an der Bille mitten in Bergedorf ein neues Restaurant bekommen: Gastwirt Andreas Kilonzo und Koch Philipp Stiller haben die Konzession bekommen und wollen trotz aller Widrigkeiten, hier ihren gastronomischen Traum verwirklichen. Auf dem Höhepunkt der Corona-Pandemie haben sie in dreihundert Meter Luftlinie schon ein Café in einem ehemaligen Kiosk übernommen und erfolgreich zum kleinen, aber feinen Treffpunkt für Feinschmecker*innen verwandelt: am Serrahn, dem Hafen Bergedorfs. Ehemals war der Serrahn lebendiger Umschlagplatz für Holz, Früchte und Gemüse, die über den Schleusengraben nach Hamburg verschifft wurden - später für die Erzeugnisse der industriellen Betriebe, die sich in Bergedorf angesiedelt hatten. Ein historischer Ladekran erinnert an den regen Frachtverkehr von damals, doch heute ist der Serrahn Startpunkt für touristische Fahrten der Bergedorfer Schifffahrtslinie und der Alstertouristik in die Vier- und Marschlande. Entlang der Deiche geht es durch die idyllische Landschaft, den Blumen- und Gemüsegarten Hamburgs. Peter Meyer betreibt hier seinen Gemüseanbau, sein Land wird von der 1978 gebauten Marschenautobahn durchschnitten. Nach etlichen Generationen wird er wohl der Letzte sein, der hier vom Anbau lebt und den Wochenmarkt in Bergedorf versorgt. Dort hat er seine Lebensgefährtin Nicole gefunden: Die Möhren waren alle und er lieferte sie ihr prompt nach Hause - es funkte gewaltig. Sportlich lag Bergedorf einst weit vorn, sozialistische Arbeiter*innen gründeten hier den Freien Wassersportverein „Vorwärts“, der heute noch besteht. Im Fußball war das Billtalstadion ein wesentlicher Ort: 1952 kickte hier die indische Nationalmannschaft barfuß und freundschaftlich gegen den HSV und Legende Uwe Seeler erinnert sich an die Begegnung mit dem FC Bergedorf 85 vor über 25.000 Zuschauern im Jahr 1958. Zeitzeuge des „Schicksalsspiels“ der Bergedorfer gegen Bayern München im Pokal, in dem die Bergedorfer Elstern bis zur 89ten Minute führten und dann doch noch hoch verloren, ist Künstler, Schlagzeuger und Clubbetreiber Jörn Möller. Er kann sich heute noch ereifern über den umstrittenen Untergang der Underdogs in den schwarz-weißen Trikots. In einer ehemaligen Fabrik veranstaltet er Jazz- und Theaterevents von internationalem Zuschnitt, gleich gegenüber den Hauni-Werken des großen Bergedorfer Entrepreneurs und Förderers Kurt Körber. Geschichten aus einem lebendigen Stadtteil zwischen Villeneleganz und Bausünden, zwischen Tradition, Neuerung und Wachstum. Mit Oberbillwerder soll im Bezirk Bergedorf das nach der Hafencity zweitgrößte Stadtentwicklungsprojekt Hamburgs entstehen - auf 124 Hektar sind bis zu 7.000 Wohnungen und 5.000 Arbeitsplätze geplant - gefürchtet und ersehnt zugleich. Bergedorf mit Stadt, Land und Fluss.Start: 2026-08-04-120000
end: 2026-08-04-130000
NDR Info
Start: 2026-08-04-130000
end: 2026-08-04-131000