Genuss Weltweit
Die Trüffel gilt als einer der teuersten Speisepilze der Welt. Bei der seltenen und heiß begehrten Delikatesse denken die meisten Gourmets an Italien oder Frankreich. Istrien, die kleine kroatische Halbinsel an der Adria, haben die wenigsten vor Augen. Dabei hat sich gerade diese kleine Region in den letzten Jahren zu einem Paradies für Trüffelsucher entwickelt, mit guten Böden, sauberer Luft und reichlich Beute. Bis zu 25 Tonnen wurden hier schon in guten Jahren gefunden. Doch die Region ist relativ klein und die Konkurrenz groß. Es ist Mitte September. In den feuchten Mischwäldern im Herzen des Landes reift jetzt die seltene weiße Trüffel heran. Für Visnja Prodan beginnt die wichtigste Zeit des Jahres. Sie verdient mit Trüffeln ihr Geld, wie viele Menschen in der Region. Die Trüffeljägerin steht deshalb unter Druck und durchstreift mehrmals am Tag das 25 Hektar kleine Waldstück vor der Haustür.Auch Nikola Tarandek ist Trüffeljäger. Mit seiner Lizenz darf er ein halbes Kilogramm am Tag sammeln. Kontrollen gibt es fast nie, was es den vielen illegalen Trüffeljägern leicht macht. Trotz Verbot ernten sie nachts im Verborgenen und gefährden den Bestand. Geschätzt landen 60 Prozent auf dem Schwarzmarkt. Nikola behauptet sich in der Branche durch seine erfahrenen Hunde und Stammkunden, die begierig auf neue Ware warten. In Istrien reifen drei schwarze Trüffelarten: Sommer-, Winter- und Perigord-Trüffeln. Außerdem saisonal die weiße Tuber Magnatum Pico, der teuerste Speisepilz der Welt. Als Trüffelland ist Istrien durch einen Geschäftsmann aus Livade bekannt geworden: Giancarlo Zigante. Er handelt international und ist durch die istrische Trüffel reich geworden. Weltweit bestimmt aber immer noch Italien mit seinen berühmten Alba und Piemont Trüffeln den Markt. Das möchten die istrischen Trüffeljäger ändern und mit ihren kulinarischen Entdeckungen den Weltmarkt erobern.Start: 2026-08-10-140000
end: 2026-08-10-145500
NZZ Format
In Südtirol trifft die österreichisch geprägte, alpine Küche auf italienische Kochkunst mit südländischer Raffinesse. Kombinationen aus süss und salzig gehörten zur Glarner Küche lange bevor «Sweet and Sour» auch im «Zigerschlitz» populär wurde. Die ländlich deftige Walliser Küche lebt, doch selbst traditionsbewusste Köchinnen und Köche zaubern heute mit Zutaten aus dem sonnenverwöhnten Kanton neue raffinierte Köstlichkeiten. Die Bündner Gerstensuppe, Capuns und Pizzöcar à la pusc‘ciavina, eine wahre Gaumenfreude für Liebhaber einer nahrhaften, würzigen und trotzdem überraschenden Küche. Die köstlichsten Gerichte der Alpenküche.Start: 2026-08-10-145500
end: 2026-08-10-153000
Genuss Weltweit
Die Samen der sibirischen Zirbelkiefer gelten als uraltes Heilmittel der einheimischen Volksmedizin. Gesund, cholesterinsenkend und schmackhaft, werden sie inzwischen maschinell verarbeitet und in die ganze Welt verschickt. Zuerst müssen sie jedoch in den Wäldern des Altai-Gebirges in mühevoller Handarbeit geerntet werden. Ganze Familien ziehen im Herbst in die Berge zur Zedernussernte. Und erarbeiten sich damit einen Verdienst, der für mehrere Monate zum Überleben reicht. GEO Reportage hat eine Familie begleitet. Der Altai: Gelegen im Vierländereck von Russland, Kasachstan, China und der Mongolei. Das Gebirge ist bis heute nur wenig erschlossen. Die Menschen leben verstreut in den umliegenden Tälern. Im September bereiten sie sich auf die Zedernussernte vor. Zu ihnen gehört auch die Familie von Aronat Bakchukov. Zusammen mit seinem Vater, Bruder und dem Schwager geht es dann für mehrere Wochen in die Berge, um dort die Zapfen direkt aus den Bäumen zu holen. Dafür nehmen die Männer mitunter halsbrecherische Aktionen in Kauf und klettern bis in die Spitzen der Zedern. Das macht die Arbeit gefährlich: Sibirische Zedern mit ihren Zapfen sind extrem harzig, die Äste dünn, ihre Nadeln zum Glück aber nicht sehr spitz. Die Männer müssen schnell sein. Nachbarn und Saison-Pflücker aus anderen Regionen sind ebenfalls unterwegs und machen ihnen die Ernte streitig. Außerdem fallen die Temperaturen Anfang September in diesen Höhen vor allem nachts schon unter den Gefrierpunkt. Für Aronat gibt es in diesem Jahr noch einen weiteren Grund, sich anzustrengen: Der 24-jährige möchte im Anschluss an die Ernte ein Praktikum in einer der nussverarbeitenden Firmen in der Großstadt Novosibirsk absolvieren. Es wäre sein erster Ausflug hinaus aus seinem Heimatdorf. Von dem verdienten Geld möchte sich Aronat einen sehnlichen Wunsch erfüllen: Endlich ein eigenes Pferd kaufen. Doch wird er nach dem Ausflug in die moderne Stadt überhaupt in sein Dorf zurückkehren wollen?Start: 2026-08-10-153000
end: 2026-08-10-162500
NZZ Format
Die thailändische Küche ist ohne eine Schale Reis, Reisnudeln oder Reis-Desserts undenkbar. Der Chef einer Schweizer Reismühle lässt in Thailand Bio-Jasminreis für den Schweizer Markt anbauen. Spitzenkoch Othmar Schlegel kocht in Ascona mit Tessiner Reis edlen Risotto. Die philippinischen Reisterrassen gehören zu den ältesten Bauwerken der Welt und sind Unesco Weltkulturerbe. Bauern bewirtschaften sie bis heute von Hand. Im International Rice Institute lagern über 100‘000 verschiedene Reissorten. In ihnen steckt viel Potential für zukünftige Reissorten.Start: 2026-08-10-162500
end: 2026-08-10-170000